Das  Ausbildungsangebot  der  TCM-Akademie  gliedert sich in drei Bereiche: A. Freie Ausbildungen Die Schulungen in chinesischer Diätetik, med. Qi Gong, Tai Chi und Gong Fu geben dem Laien und Interessierten die Möglichkeit, Methoden der TCM auf hohem Niveau in Kleingruppen kennen zu lernen und den präventivme- dizinischen Charakter für sich zu nutzen. Sie werden mit einem Zertifikat abgeschlossen und verlangen keine Vor- kenntnisse in der chinesischen Medizin oder Schulmedi- zin. B. Fachgruppendiplome Die Ausbildungen zum A- und B-Diplom in Akupunktur, Tuina und der chinesischen Pharmakologie stellen Teil- ausbildungen im Rahmen des postgraduellen universitä- ren Lehrganges dar. Die 3-semestrige Ausbildung in der chinesischen Diätetik, Geburtshilfe und Gynäkologie ste- hen TherapeutInnen aus dem jeweiligen medizinischen Bereich offen. C. Akademische postgraduelle Ausbildungslehrgänge Die Anpassung der Lehrpläne und Graduierung an die europäischen  universitären  Strukturen  bedeutet  eine Erweiterung  der  Qualität  und  der  Ausbildungsvielfalt. Gleichzeitig wurde durch die Einführung des ECTS-Sys- tems und der Angleichung der Lehrpläne an die neuen TCM-Studienlehrgänge der OTCG an der Universität in Antwerpen erstmalig in Europa die Möglichkeit geschaf- fen,  eine  vollakkreditierte  Ausbildung  nach  gleichem Schema  in  drei  EU-Ländern  (Österreich,  Deutschland, Belgien)  anzubieten.  Die  Anrechenbarkeit  im  chinesi- schen und amerikanischen Lehr- und Graduierungssys- tem  wurde  nicht  nur  beibehalten  sondern  erweitert. Gleichzeitig  wurden  die  Voraussetzungen  geschaffen, um Teilnehmern zu ermöglichen, über das ECTS-System Austauschunterstützung   Socrates   und   Erasmus-Pro- gramm der EU in Anspruch zu nehmen. Als zusätzlicher Abschluss wurde in den gemeinsamen Studienkommis- sionssitzungen  der  Master  im  chinesischen  Einzelfach eingeführt. DER BACHELOR PLAN Die postgraduelle universitäre Teilausbildung zum Bak- kalaureat in Akupunktur, Tuina und chin. Pharmakologie steht je nach Fach ÄrztInnen, MedizinerInnen, Pharmako- logInnen,  gew.  MasseurInnen  bzw.  Physiotherapeuten offen. Die Schulungen können während der Berufsausbil- dung begonnen werden und dauern mindestens sechs Semester. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt unter Anlei- tung eines Dozenten die Erstellung einer Diplomarbeit (Thesis) Mit dem Nachweis von 1000 Stunden westlicher Medizin  und  der  Einreichung  der  Thesis  erfolgt  die Zulassung zum einmal jährlich stattfindenden kommissio- nellen universitären Examen, welches von Vertretern der Mutteruniversitäten aus China und den Vereinigten Staa- ten abgenommen und mit dem akademischen Titel aus- gezeichnet  wird. 41 ÄrztInnen aus Österreich, Deutsch- land und Italien haben seit 1999 die Ausbildung erfolg- reich abgeschlossen. DER MASTERPLAN Die   postgraduelle   akademische   Vollausbildung   zum Master in Akupunktur, Tuina oder chinesischer Pharmako- logie (M.Ac., M.Tui., M.chin.pharm.) führt in je 1 Semester (30 ECTS Einheiten) in den zwei anderen Fächern der TCM über eine Thesis zur akademischen Diplomprüfung zum Master in Akupunktur, Tuina oder chinesischer Pharmako- logie. Hierfür ist neben dem Abschluss des akademischen Lehrganges mit 240 ECTS-Einheiten und 48 Monaten Aus- bildung, die Einreichung einer Diplom-arbeit (Thesis), der Nachweis von 2000 Stunden westlicher Medizin sowie ein dreimonatiges Fachklinikum an einer der TCM-Universi- täten  der  CCAOM  (Vereinigte  Staaten)  oder  CSATCM (China) notwendig. Nach Absolvierung von weiteren 120 ECTS-Einheiten in 2 Studienjahren stehen Sie schließlich vor der universitären Zulassungsprüfung zum Master in TCM (M.TCM). Eine Ausbildungsübersicht finden Sie auf Seite 15 im Vorlesungsverzeichnis. AKADEMISCHER AUSBILDUNGSWEG Ein Semester Ausbildung im postgraduellen entspricht 30  ECTS-Einheiten.  Die  Bewertung  der  Einzelschulun- gen,  Diplomarbeiten,  Klinika  etc.  entnehmen  Sie  dem Vorlesungsverzeichnis. Für Detailinformationen wenden Sie sich bitte an das Studiensekretariat in Wien bzw. an die ECTS-Hauptbeauftragte. ANRECHNUNG VON VORBILDUNGEN Die Anrechnung von Vorbildungen erfolgt durch Einrei- chen der entsprechenden Bestätigungen. Benötigt wer- den Kopien der Seminarbestätigungen und bestehenden Diplome.  Sie  erhalten  eine  schriftliche  Verständigung über erfolgte Anrechnung bzw. fehlende Einzelseminare. Für alle Gesellschaften muss eine Aufstellung der Lehrin- halte vorgelegt werden. a u s b i l d u n g   i n   d e r   c h i n e s i s c h e n   m e d i z i n